Aktuelles

Workshop am 16.02.2008

Die Erweiterung der Hamburg Messe geht seinem Ende entgehen. Die Arbeiten werden im März 2009 abgeschlossen sein.
Gemeinsam mit den Anwohnerinnen und Anwohnern wollen wir ein vorläufiges Fazit ziehen. Was wurde von den Ideen, Maßnahmen und Forderungen, die in den Jahren 1999 und 2000 gemeinsam erarbeitet im Rahmen der kommunikativen Begleitung erarbeitet wurden, umgesetzt? Was steht noch aus? Was ist auf der Strecke geblieben?

EINGANG MITTE, Rentzelstrasse 70,
2ter Stock, Halle A 4, Konferenzraum A, Saal 2

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Hier finden Sie aktuelle Meldungen zum Stand der Planungen:

Detaillierte Informationen zur Neuen Messe Hamburg sowie die einzelnen Bauphasen finden Sie unter: http://www.hamburg-messe.de/neuemesse/nm_de/index.php
 


Bericht von der Baustellenbegehung und der Info-Veranstaltung am 24.01.2007

Herr Helbing, Beauftragter der Hamburg Messe und Congress GmbH, führte am 24.01.2007 interessierte Bürgerinnen und Bürger über die Baustelle der Hamburg Messe, beginnend am Eingang zum ehemaligen Verwaltungsgebäude der HEW an der Karolinenstr. 45. Anschließend fand von eine Informationsveranstaltung der Hamburg Messe statt, an der von Seiten der HMC auch Herr Aulich (Geschäftsführer) und weitere Mitarbeiter der HMC teilnahmen.

Der Route des Rundgangs führte vom ehem. HEW-Gebäude zum künftigen Haupteingang (ehem. Einmündung der Lagerstraße in die Karolinenstraße) mit dem Vorplatz am Fernsehturm,  in den Logistik-Tunnel (mit benachbarter Einfahrt zur Tiefgarage zwischen Fernsehturm und Bahnanlagen),  nördlich der Bahnanlagen entlang zum künftigen Eingangsbereich ("Messevorplatz West") mit Zugang zur Bahnstation Sternschanze, entlang der neuen Lagerstraße und vorbei am "Messeparkhaus" zwischen Lager- und Grabenstraße zurück zur Karolinenstraße, zu den neuen Hallen des 3. Bauabschnitts östlich der Karolinenstraße, am Südeingang vorbei zum Holstenglacis und zum Verwaltungsgebäude der HMC ("Messeturm").

 

Im Verlauf des Rundgangs und der Info-Veranstaltung kamen u.a. folgende Themen zur Sprache:

STAND DER BAUABEITEN UND WEITERE BAUABSCHNITTE:

Inzwischen sind bei allen Hallen auf dem neuen Messegelände westlich der Karolinenstraße und bei den bisher fertig gestellten Hallen des 3. Bauabschnitts auf dem Altgelände die Fassaden vollständig geschlossen, d.h. auch alle Glaselemente sind angebracht. Der neue Haupteingang und die künftige Durchwegung auf der alten Trasse der Lagerstraße sollen erstmals anlässlich der nächsten Internorga Ende März 2007 genutzt werden. Im Anschluss daran erfolgt im Frühjahr/Sommer 2007 die Gestaltung des Vorplatzes vor dem Haupteingang und um den Fernsehturm herum. Die Fertigstellung ist für August 2007 vorgesehen.

Umbau der Karolinenstraße: Auf der Ostseite der Karolinenstraße ist außerhalb des Geländes der Messe – ungefähr von der Einmündung der St. Petersburger Straße bis zum U-Bahn-Eingang "Messehallen" – ein Streifen für Straßenbegleitgrün, Geh- und Radwege freigehalten worden. Dort werden künftig, nach Fertigstellung der Bauarbeiten der Vattenfall AG (ex: HEW) an Fernwärme- und Stromnetz auch wieder Stellplätze hergestellt werden.

Die Glasfassade der neuen Hallen des 3. Bauabschnitts an der Ostseite der Karolinenstraße bildet einen durchlaufend verglasten, gebäudehohen (=14m Höhe) sog. "Messe-Boulevard", von dem die Erschließung der Hallen abzweigt. Unmittelbar hinter der Fassade befinden sich auf Gehweghöhe die Betonsockel der Hallen (mit darauf angebrachten Geländern), da deren Böden bis zu 3 Meter oberhalb des abschüssigen Geländes liegen.

Weitgehend fertig gestellt sind der Kopfbau zur Karolinenstraße (westlich vor den Hallen entlang der St. Petersburger Straße) und die Halle B1. Die Halle B2, die sich noch im Rohbauzustand befindet, kann zur Internorga (März 2007) ebenfalls bereits genutzt werden.

Anschließend wird der verbliebene Bestand alter Hallen bis Anfang 2008 vollständig abgebrochen. Alle neuen Hallen auf dem Altgelände sollen bis 2009 errichtet werden.

Der Gehwegbereich und eine Fahrbahn östlich der Karolinenstraße werden auch im Verlauf der nächsten Bauabschnitte noch längere Zeit abgesperrt bleiben, da von Vattenfall – nach Arbeiten an den Fernwärmeleitungen – weitere Arbeiten am Stromnetz durchgeführt werden. Auch die Aufgrabungen auf der Verkehrsinsel nördlich der Gnadenkirche wurden im Zuge der Arbeiten am Fernwärmenetz durchgeführt, so dass Vattenfall als Vorhabenträger für die Wiederherstellung (einschließlich der Kosten) zuständig ist.

Fernsehturm und “Messeturm”: Die Sockelbebauung des Fernsehturms wurde im Winter 2005/06 vollständig abgebrochen. Die technischen Anlagen wurden in Tiefgeschosse am Fuß des Fernsehturms verlegt. Sie befinden sich dort in einem – unter anderem durch Kameras überwachten – Hochsicherheitsbereich, der mit dem sog. "Messetunnel" unter der Karolinenstraße nur durch wenige Schleusen mit Notausgängen verbunden ist. (Ein weiterer Zugang von außen besteht lediglich durch einen Revisionstunnel zur Anlieferung / Abfuhr größerer Bauteile und technischer Anlagen.)

Büros und Technik der Telekom wurden bereits früher in ein Verwaltungsgebäude zwischen Fernsehturm und Bahnanlagen verlagert, das einen der drei sog. "Finger" bildet, die für eine Büronutzung vorgesehen sind. In die beiden anderen sollen Teile der Verwaltung der Hamburg Messe ziehen, so dass das derzeitige Verwaltungsgebäude ("Messeturm") an der St. Petersburger Straße vollständig geräumt wird. Über eine Nachnutzung des Hochhauses – nach erfolgter Sanierung – wurde bisher nicht entschieden. Auch die endgültige Entscheidung über Abriss oder Sanierung steht aus, dürfte jedoch eher gegen einen Abriss ausfallen, so Herr Helbing

Der Vorplatz am künftigen Haupteingang der Messe und der Eingangsbereich zum Fernsehturm sollen bis Herbst 2007 fertig gestellt werden. Der Fernsehturm erhält ein neues Eingangsbauwerk. Es wird aus einer Freitreppenanlage (mit 5-6 hohen "Sitzstufen") und einem darin integrierten Aufzug bestehen, um den alten Zugang wieder erreichen zu können.

Ob eine Wiederaufnahme des Restaurantbetriebs im Fernsehturm erfolgt, ist weiterhin unklar, da die veraltete Bausubstanz und verschärfte gesetzliche Rahmenbedingungen (deutlich verschärfte VersammlungsstättenVO; Brandschutz; bereits früher unzureichende Fluchtwege-Kapazitäten durch kleine Aufzüge und enge Treppenanlagen) aufwendige Veränderungen erfordern würden, die kaum wirtschaftlich zu rechtfertigen sind. Über den weiteren Betrieb wird nach wie vor zwischen Deutscher Telekom AG als Eigentümerin und der Behörde für Wirtschaft und Arbeit (BWA) als Vertreterin der FHH verhandelt.

BEGEHUNG DES LOGISTIK-TUNNELS: Die Benutzung des messeinternen Logistik-Tunnels unter der Kreuzung St. Petersburger, Rentzel- und Karolinenstraße zwischen dem Altgelände ist inzwischen möglich. Da die Arbeiten am Tunnel und seinen Einbauten und Nebenräumen (Archiv, Anlieferung für die Gastronomie) noch nicht vollständig fertig gestellt sind, wird er voraussichtlich erst im Februar 2007 offiziell an die Hamburg Messe übergeben.

EIGENSCHAFTEN DER NEUEN HALLEN:

Das "provisorisch" anmutende Erscheinungsbilds der Halleninnenräume und die technischen Einbauten sind bewusst funktional gestaltet, da sie nicht von den Ausstellungsständen und -objekten ablenken sollen.

Die Grundfläche der Halle A4 auf dem neuen Messegelände beträgt 80x100 Meter, die Firsthöhe 23m unterhalb des Gewölbes bzw. 18m "im Lichten", um große Objekte – insbesondere Schiffe – aufnehmen zu können. Das größte Tor hat eine Öffnung von 10x 10 Metern, die übrigen 8x8 bzw. 6x6 Meter.

Die Hallen sind nur in Teilbereichen unterkellert und nicht auf Garagengeschossen errichtet, um in weiten Bereichen eine hohe Tragfähigkeit der Böden zu gewährleisten.

Als Standdauer der neuen Hallen ist ein Zeitraum von 30 Jahren kalkuliert.

Charakteristisch für den Betrieb der "Neuen Messe" ist eine deutlich verbesserte Teilbarkeit des Gesamtgeländes (mit mehreren, nahezu gleichberechtigten Eingangsbereichen), so dass bereits zusätzliche kleinere und mittlere Ausstellungen stattfinden konnten und sich von anderen Standorten (z.B. Messezentrum Schnelsen) verlagern wollen, auch wegen der sehr günstigen ÖPNV-Anschlüsse für Publikumsmessen.

MESSE-FREIGELÄNDE / "MESSEVORPLATZ WEST" / DB-UNTERFÜHRUNG:

In den kommenden Monaten (ab Februar bis Sommer '07) wird westlich der neuen Hallen bzw. südlich der Bahnanlagen das neue Messe-Freigelände hergestellt. Dazu gehören auch einige kleinere Bauten für Kartenverkauf und Einlass (Grundfläche: 20x20 Meter) sowie für ein zentrales Getränkelager östlich des DB-Umspannwerkes (Gebäudetiefe: ca. 5 Meter). Dort befinden sich auch ein – besonders gesichertes – Gaslager und eine Druckzentrale.

Im Winter 2005/06 ist westlich des Gleichrichterbauwerks [Dieses Bauwerk bildet wegen der Starkstromversorgung ebenfalls einen Hochsicherheitsbereich und muss daher möglichst schnell wieder eingezäunt werden. Diese Einzäunung reicht bis direkt an de Gleiskörper, so dass die Zuwegung zum Messevorplatz immer südlich um das Gebäude herum geführt werden muss. Eine Feuerwehrzufahrt muss auf einer Rampe vom niedriger gelegenen Bahngelände auf den Messevorplatz geführt werden.] der DB bereits ein provisorischer Tunnel vom Vorplatz unter den Fernbahngleisen hindurch zur U-/S-Bahnstation Sternschanze errichtet worden. Dazu wurden die Fernbahngleise auf einer "Behelfsbrücke" verlegt, unter der die Verlängerung des bestehenden Tunnels hindurchführt. Dieser soll ab (Ende) März 2007, d.h. zur Internorga, vor allem für Messebesucher nutzbar sein. Bisher ungeklärt sind – im Hinblick auf die Verkehrssicherungspflichten – die Öffnungszeiten, d.h. eine dauerhafte Öffnung vs. Schließung außerhalb der Bahnbetriebszeiten oder sogar eine Öffnung nur bei Messen.

An den Tunnel schließt sich ein mit einem Schutzdach versehener Gang an. Dieser führt – mit einer ca. 20 Meter breiten Unterbrechung als Zufahrt zum Gleichrichterbauwerk – bis zum (vorläufigen) Eingangsgebäude. (Die – zusätzlichen – Kosten für diesen Gang und den Tunnel betragen ca. 600.000 Euro und wurden von der HMC übernommen.)

Die endgültige Gestaltung des "Messevorplatzes West" steht in engem Zusammenhang mit der Errichtung der endgültigen Unterführung unter den DB- und S-Bahn-Gleisanlagen bis zur Straße Sternschanze, die ebenfalls den sog. "begleitenden Infrastrukturmaßnahmen" zählt. Ihre Herstellung liegt auch im ausdrücklichen Interesse der Hamburg Messe, wird jedoch durch die sehr zähen Verhandlungen zwischen DB und FHH verzögert.

Die Genehmigung für den "provisorischen" Tunnel soll – laut Beschluss des Bauausschusses Mitte – zunächst auf 3 Jahre (bis Ende 2009) befristet werden. Die Hamburg Messe strebt eine Fertigstellung des Vorplatzes bis ca. 2011 an.

Ob bzw. wann die Gespräche wieder aufgenommen werden, liegt – laut Herrn Aulich (HMC) – in der Zuständigkeit der städtischen Dienststellen (federführend: BSU), da die Unterführung zu den sog. "begleitenden Infrastrukturmaßnahmen" zählt, die mit öffentlichen Mittel hergestellt werden sollen. Die HMC könne daher keine Angaben zu Terminen machen; ihre Bedürfnisse seien mit der jetzigen "provisorischen" Lösung bis auf weiteres befriedigt.

In der Diskussion mit den Vertretern der HMC wird mehrfach darauf hingewiesen, dass im kommunikativen Begleitprozess und im Kontrakt ausdrücklich eine hochwertige Lösung für die Unterführung festgelegt wurde. Avisiert wurde eine durchgehende neue, erheblich breitere Unterführung mit geringen Steigungen und guter Ausleuchtung, die sowohl den Eingang zu den Haltestellen von U- und S-Bahn als auch eine bequeme Fuß-/Radwege-Verbindung bilden soll.

Die Realisierung dieser Unterführung wird – laut bisherigen Verlautbarungen – auch von der BSU weiterhin befürwortet, falls die Verhandlungen mit der DB AG erfolgreich verlaufen.

Fuß- und Radwegeverbindung nördlich der DB-Trasse (im Schanzenpark): Für diesen Teil der "begleitenden Infrastrukturmaßnahmen" waren nur relativ geringe Mittel vorgesehen, wie Herr Schuster (Bezirksamt Eimsbüttel) bestätigt. Allerdings könne eine Voruntersuchung und ggf. Planung auch aus Sanierungsmitteln erfolgen, da der Park in einem Sanierungsgebiet liegt. Das Bezirksamt hat daher bereits eine Untersuchung zu Möglichkeiten der Attraktivitätssteigerung, z.B. durch bessere Beleuchtung, in Auftrag gegeben. Eine Umsetzung der Vorschläge könne jedoch nicht allein aus Sanierungsmitteln erfolgen, d.h. Mehrbedarfe müssten anderweitig eingeworben werden.

BEREICH GRABENSTRASSE (Zufahrten, Parkhaus, Mantelbebauung):

Das Angebot im – von der Servicegesellschaft "Conti-Park" betriebenen – "Messeparkhaus" Grabenstraße richtet sich bisher überwiegend an AusstellerInnen und MessebesucherInnen. Die bisher angebotene Mitbenutzung aus dem Karolinenviertel zu den nachfrageschwachen Nachtzeiten (täglich ab 18:00 Uhr abends bis 08:00 Uhr morgens) war relativ unattraktiv, da die Fahrzeuge – auch am Wochenende – bis spätestens 08:00 das Parkhaus verlassen mussten oder die hohe Benutzungsgebühr für die Tagesnutzung fällig wurde. Die HMC erarbeitet darum z. Zt. ein neues Konzept für Nutzungszeiten und eine Gebührenstaffelung, das zunächst Ende Februar im Aufsichtsrat diskutiert werden soll.

Beschrankung Grabenstraße: Der Abbau der Schranke an der Grabenstraße wurde – laut Herrn Thomsen (Bezirksamt Mitte) – veranlasst, da die alte Schranke defekt war. Zuständig für die Genehmigung (bzw. Anordnung) der Wiederaufstellung ist die Innenbehörde/ Polizei (PK16/ Verkehrsabschnitt) als untere Verkehrsbehörde. Die technische Durchführung der Aufstellung erfolgt durch die Tiefbauabteilung des Bezirksamtes Mitte.

Am 24.01.2007 erklärte sich Herr Aulich (Hamburg Messe) ausdrücklich bereit, die (Material-)Kosten für eine neue Schranke zu übernehmen. Er könne jedoch die künftige Besetzung durch den Wachdienst der Messe nicht zusagen, da eine dauerhafte Bewachung –ohne ein "Wachhäuschen" als Schutz – insbesondere bei Regen und Kälte unzumutbar sei. Auch könne die Einfahrt in das Gebiet – nach StVO – nicht untersagt werden, wie die Polizei immer wieder betont hat.

Mehrere BesucherInnen der Info-Veranstaltungen bestätigten ausdrücklich, dass bereits das Schließen der Schranke und eine entsprechende Beschilderung ("Nur für Anwohner" / "Keine Parkmöglichkeit hinter der Schranke") recht wirkungsvoll seien. Auch sei eine Besetzung zum Öffnen und Schließen nicht erforderlich, da die Halbschranke bei Bedarf umfahren werden könne.

Herr Thomsen sichert zu, den Kontakt zwischen der Tiefbauabteilung im Bezirksamt und der Hamburg Messe herzustellen.

"Mantelbebauung" Grabenstraße: Ein Investor, der öffentlich geförderten Wohnungsbau durchführen wollte, hat sich – nach Auskunft von Herrn Aulich (HMC) – inzwischen zurückgezogen, da der B-Plan für das Baufeld "Kerngebiet" ausweist, da unmittelbar westlich der Fleischgroßmarkt Hamburg (FGH) – als Lärm, Abgase und Gerüche – emittierender Industriebetrieb angrenzt. Derzeit machen Verhandlungen mit einem neuen Investor Fortschritte, der eine Mischnutzung (max. 49% Wohnnutzung) beabsichtigt.

Gnadenkirchenplatz – Projekt "Kirche ins Dorf":

An den grundlegenden Planungen wird – laut Stellungnahmen der BSU – weiterhin festgehalten.

BODENFUNDE / HISTORIE:

Im Zuge der Arbeiten auf dem Altgelände der Messe östlich der Karolinenstraße wurden in geringem Umfang weitere historische Reste aufgefunden, insbesondere menschliche Knochenreste aus den Bestattungen auf den ehemaligen Friedhöfen und kleinere Bruchstücke von Mausoleen und Grabdenkmälern. Die sterblichen Überreste wurden im Rahmen einer kleinen Zeremonie in einem Sammelgrab auf dem Friedhof Öjendorf beigesetzt, das mit einer Gedenkplatte versehen wurde. Mit solchen Funden muss auf dem Gebiet der alten Friedhöfe – wegen späterer Aufhöhungen – bis zu einer Tiefe von 6 Metern gerechnet werden. Erst darunter beginnt der gewachsene Boden.

Die Baustelle umfasst – im Bereich des Eingangs Ost und der alten Halle 1 – auch den Standort eines früheren Lagers (für Kriegsgefangene bzw. "Displaced Persons"), wie alte Luftaufnahmen zeigen. Insbesondere dort, aber auch auf der übrigen Fläche, muss mit Munitions- und Kampfmittelresten gerechnet werden, so dass auf der gesamten Fläche sorgfältige Sondagen erfolgen müssen.

PARK- (Bzw. Verkehrs-)leitsystem / Stellplätze:

Die HMC erarbeitet z. Zt. neue Vorschläge für das Nutzungskonzept des sog. "Messeparkhauses" nördlich der Grabenstraße. In diesem Zusammenhang werden auch weitere Angebote an AnliegerInnen und eine attraktivere Gebührenstaffelung geprüft.

Bereits im Vorwege hatte die STEG – im Anschluss an eine Berichterstattung in den "Quartiersnachrichten" (QN Karolinenviertel) – festgestellt, dass die schwache Nachfrage insbesondere durch die starken Einschränkungen bzw. die hohen Gebühren für die Tagesnutzung bedingt sind. Voraussetzungen für eine erhöhte Nachfrage wären, auch lt. einer späteren Erörterung des Themas im Sanierungsbeirat Karolinenviertel am 25.01.2007, u.a.:
- ein preislich attraktiveres Angebot (in der Größenordnung von 30-40 Euro monatlich),
- eine Verlängerung der nächtlichen Parkdauer an Werktagen (bis ca. 10:00 Uhr morgens),
- die Möglichkeit, zumindest an messefreien Wochenenden das Parkhaus ganztägig mitnutzen zu dürfen.

Die HMC bzw. Herr Aulich konnten sich zu den möglichen Veränderungen bei Parkdauer und Preisen am 24.01.2007 noch nicht abschließend äußern, da das neue Konzept zunächst Ende Februar 2007 im HMC-Aufsichtsrat präsentiert werden soll.

Verkehrs-/Parkleitsystem: Bislang sind die Messe und das Messeparkhaus nur teilweise in das Parkleitsystem für den innerstädtischen Bereich aufgenommen worden. Auch die Belegungsanzeige fehlt bislang.

Beschilderung der ÖPNV-Stationen:Vorgesehen ist z. Zt. – mit (finanzieller) Beteiligung der HMC – nur eine neue Beschilderung (und evtl. auch eine Haltestellendurchsage) am Bahnhof Sternschanze. Über die Bauarbeiten und Veränderungen der Beschilderung in der Station Messehallen war die HMC bislang nicht von der HHA informiert worden.

FORTSETZUNG DER KOMMUNIKATIVEN BEGLEITUNG:

Die kommunikative Begleitung wird von Herrn Birzer, üblicher Weise in Form monatlicher Sprechstunden, im Stadtteil-Büro der STEG in der Alten Rinderschlachthalle (Neuer Kamp 35, Ostseite) fortgesetzt.

[Anmerkung: Ein herzlicher Dank ergeht an Herrn Ingolf Goritz für die Überlassung seiner Protokollnotizen!]


Pressemitteilung der Hamburg Messe vom 12.04.2006

Abriss der Halle 3


Die Baumaßnahmen der Neuen Messe Hamburg schreiten weiter zügig voran: Nachdem auf dem neuen Gelände am Fernsehturm bereits drei neue Hallen fertig gestellt worden sind, haben auch auf dem alten Gelände die Arbeiten begonnen. Dietmar Aulich, Geschäftsführer Hamburg Messe und Congress GmbH: „Wir liegen mit der Neuen Messe Hamburg voll im Zeitplan und freuen uns, dass die Arbeiten jetzt auch auf dem alten Geländeteil vorangehen.“

Die Hallen 3, 4 und 5 in der Nähe des Eingangs Süd werden abgerissen, das Foyer Süd bleibt bestehen. Die Abrissarbeiten werden voraussichtlich Anfang Mai abgeschlossen sein. An der Stelle der alten Hallen wird anschließend die neue Halle B6 errichtet. Die Halle B 6 wird zukünftig mit rund 13.000 Quadratmetern die größte Halle der Neuen Messe Hamburg sein. In Betrieb genommen wird sie zur INTERNORGA 2007 im kommenden März.

Im weiteren Verlauf der Arbeiten auf dem alten Geländeteil werden auch die Hallen 1, und 2 sowie 6 bis 8 abgerissen und durch neue Hallen ersetzt. Nach Abschluss der Arbeiten Ende 2008 wird die Hamburg Messe über elf Hallen mit einer Gesamtfläche von rund 84.000 Quadratmetern verfügen.
 

Pressestelle der Hamburg Messe
Angelika Schennen, Tel.: 040 3569 2440
E-Mail:
angelika.schennen@hamburg-messe.de


  Pressemitteilung der Hamburg Messe vom 16.02.2005

Hamburgs schnellste Baustelle

Endspurt für die Halle 14 der Neuen Messe Hamburg
Hamburg, 16. Februar 2005


Am 4. März beginnt die INTERNORGA 2005. Bis dahin wird die erste neue Halle der Neuen Messe Hamburg betriebsbereit sein, denn circa 70 der insgesamt rund 900 Aussteller wollen sich auf den ca. 9.780 Quadratmetern zusätzlicher Fläche präsentieren. Eine ausgefeilte Logistik sorgt dafür, dass die internationale Gastronomie- und Hotellerie-Fachmesse in neuer G röße startet. "Die größte Herausforderung ist, die einzelnen Gewerke so zu koordinieren, dass Bauarbeiten parallel durchgeführt werden können. Dabei bedarf es eines hohen Maßes an Präzision und Geschwindigkeit, damit die einzelnen Abläufe des eng gesteckten Zeitplans exakt ineinander greifen", erklärt Siegmund Kuzmicki, Projektverantwortlicher für die Neue Messe Hamburg.

Normalerweise kommen Stahl- und Betonbauer, Schlosser, Elektriker, Maler, Klempner und andere Monteure nacheinander auf die Baustelle. Am Endspurt der Halle 14 arbeiten gleichzeitig 120 Bauleute aus insgesamt 11 Betrieben. Es gilt, hier noch rund fünf Kilometer Kabel zu verlegen, 2.000 Quadratmeter Wände zu streichen, ein Lüftungssystem mit einer Umwälzleistung von 600.000 Kubikmeter pro Stunde zu installieren und 800 Meter Wasserleitungen zu ziehen. Auch zur endgültigen Fertigstellung des Dachs der Halle 14 müssen noch 120 der insgesamt 235 Bogensegmente aus weiß lasiertem Holz in ihre Position in 20 Meter Höhe gehievt werden.

Siegmund Kuzmicki ist aus seiner langjährigen Erfahrung sicher, alles rechtzeitig zu schaffen. "Wir liegen mit den Arbeiten voll im Plan, und die engagierten Handwerker, Facharbeiter und Bauingenieure setzen alles daran, gemeinsam das erste Ziel zu erreichen."

Pressestelle der Hamburg Messe
Angelika Schennen, Tel.: 040 3569 2440
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Pressemitteilung vom 08.12.2004

Neue Messe Hamburg strebt in die Höhe

Die Stützpfeiler für die attraktive Dachkonstruktion
der ersten neuen Halle werden aufgestellt
Hamburg, 8. Dezember 2004

Heute ist es soweit: Die Stützpfeiler der ersten Halle der Neuen Messe werden aufgestellt. Ein Teleskopkran hievt insgesamt 25 dieser 20 Meter hohen und 9,7 Tonnen schweren Pylone aus Stahl in ihre Positionen auf dem Fundament der künftigen Halle 14. Bis Jahresende werden alle Vorbereitungen für die Dachkonstruktion abgeschlossen sein, denn bereits Anfang 2005 soll die erste neue Halle eingedeckt werden. Damit liegt der Verlauf des ersten Bauabschnittes voll im Plan, so dass die internationale Gastronomie- und Hotellerie- Fachmesse INTERNORGA 2005 pünktlich am 4. März mit rund 9 780 Quadratmetern zusätzlicher Fläche starten kann.

Die freitragenden Dächer der Neuen Messe Hamburg bestehen aus rund 20 Meter langen und 2,40 Meter breiten Bogensegmenten aus weiß lasiertem Holz, die sich über die Hallen spannen. Rund 235 dieser Bogensegmente werden für das Dach der Halle 14 benötigt. Auch die Karoline wird unter dieses Dach kommen. Bei der Auswahl des Materials für die Bogensegmente spielten Umweltaspekte eine wichtige Rolle – die Nadelhölzer zur Fertigung stammen aus dem heimischen Schwarzwald, wo ausschließlich nachhaltige Forstwirtschaft betrieben wird.

Nachhaltigkeit wird allgemein großgeschrieben auf einer der spannendsten Baustellen Hamburgs. Das Abbruchmaterial aus den ehemaligen Gebäuden des Schlachthofs und später auch aus dem Telekomgebäude am Fuß des Heinrich-Hertz-Turms findet Wiederverwendung im Hamburger Straßenbau. Insgesamt werden beim Bau der Neuen Messe Hamburg ungefähr 100 000 Kubikmeter Boden von 20 Baggern bewegt. Derzeit sind auf der Baustelle rund 120 Arbeiter mit den Hochbaumaßnahmen beschäftigt. Weitere 40 arbeiten am Logistiktunnel und an den Erhaltungsmaßnahmen für die Karoline.

Kontakt:
Pressestelle der Hamburg Messe
Angelika Schennen, Tel.: 040 3569 2440
E-Mail: angelika.schennen@hamburg-messe.de


Grundsteinlegung für die Neue Messe am 3. Juni 2004

Grundsteinlegung für die Neue Messe Hamburg
Festakt mit prominenten Gästen aus Wirtschaft, Politik und Medien in
Anwesenheit von Hamburgs Erstem Bürgermeister Ole von Beust

Hamburg, 3. Juni 2004

Offizieller Auftakt für eine der größten Baumaßnahmen Hamburgs: Am heutigen Donnerstag, 3. Juni 2004, wird der Grundstein für die Neue Messe Hamburg auf dem Areal an der Karolinenstraße gelegt. Bis Ende 2008entsteht rund um den Fernsehturm ein attraktives und hochflexibles Messegelände - mit 30 Prozent mehr Fläche und modernsten Hallen inmitten einer der schönsten Städte Europas. Besonderen Wert legt der Entwurf des Architekten Ingenhoven auf eine harmonische Integration der Neuen Messe Hamburg in die städtische Umgebung. Mit Abschluss des Bauvorhabens
stehen rund 84.000 m2 nutzbare Hallenfläche zur Verfügung. Die Gesamtinvestitionen inklusive Infrastrukturmaßnahmen betragen 330 Millionen Euro.

"Die erfolgreiche Entwicklung der vergangenen Jahre kann nur mit dem Bau der Neuen Messe konsequent fortgeführt werden", so Dietmar Aulich, Geschäftsführer der Hamburg Messe und Congress GmbH, über die Bedeutung des Neubaus anlässlich der feierlichen Grundsteinlegung mit prominenten Gästen aus Wirtschaft, Politik und Medien. "Die Anforderungen unserer Kunden an Komfort, wirtschaftliche Messe-Logistik und Service sind in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen. Die Neue Messe Hamburg katapultiert die Hansestadt an die Spitze dieser Entwicklung und sichert die Wettbewerbsfähigkeit mit den Besten der Branche." Schon in zwölf Monaten soll die erste von insgesamt sieben neuen Hallen eingeweiht werden.

In den nächsten Jahren wird die Hamburg Messe ihr Engagement auf den wichtigen Themenfeldern maritime Industrie, erneuerbare Energien, Luftfahrt sowie Gastronomie und Hotellerie verstärken. Die guten Besucher- und Ausstellerzahlen der Hamburg Messe stützen diese Strategie. Die Hauptrolle spielt dabei die Neue Messe: "Zukunftsorientierte Technologien wie die Windenergie und die Luftfahrtindustrie brauchen eine angemessene Umgebung, um sich optimal präsentieren zu können", erklärt Dietmar Aulich. "Und für unsere großen Messen wie die INTERNORGA, die SMM, die DU UND DEINE WELT, die hanseboot oder die REISEN HAMBURG benötigen wir unbedingt mehr Fläche."

Für den Ersten Bürgermeister Ole von Beust steht die wirtschaftliche Bedeutung der Messe für den Standort Hamburg im Vordergrund: "Mit insgesamt rund 40 Veranstaltungen, einer Million Besuchern und über 10 000 Ausstellern pro Jahr ist die Hamburg Messe ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Rund 25 Prozent aller Übernachtungen in Hamburg resultieren allein aus Messe- und Kongressgästen, was wiederum für Umsatz und sichere Arbeitsplätze sorgt. Die Neue Messe ist ein bedeutender Schritt, Hamburg als Messestandort noch attraktiver zu machen und langfristig zu sichern."

Der Grundsteinlegungszylinder wird bestückt mit den in Hamburg erscheinenden Tageszeitungen, einem Hörfunk- und TV-Beitrag des NDR zur Hamburg Messe, einem Euro als Symbol für den wirtschaftlichen Erfolg, den Bauplänen und der Grundsteinlegungsurkunde. Im Anschluss an die feierliche Grundsteinlegung lassen 130 Kinder aus den umliegenden Kindertagesstätten 400 mit Helium gefüllte weiße Luftballons in den Hamburger Himmel steigen. In einigen der Ballons befinden sich Eintritts-Gutscheine für die "DU UND DEINE WELT", die "REISEN HAMBURG" und die "hanseboot".

Pressestelle der Hamburg Messe
Angelika Schennen, Tel.: 040 3569 2440
E-Mail:
angelika.schennen@hamburg-messe.de
 


Öffentliche Informationsveranstaltung
zur weiteren Entwicklung der Neuen Messe

Dienstag, 06. April 2004, um 19:00 Uhr
Hamburg - Messe, Eingang Süd, Halle 4, Obergeschoss

Sehr geehrte Damen und Herren,

im Auftrag der Hamburg-Messe betreut der Politik- und Unternehmensberater Markus Birzer seit Anfang 2003 die Fortführung der kommunikativen Begleitung der weiteren Entwicklung der Hamburg – Messe (siehe umseitige Karte). Im Rahmen dieser Begleitung werden die Anwohnerinnen und Anwohner, Gewerbetreibenden und Eigentümer im Umfeld dieses Projektes regelmäßig informiert und können ihre Belange in die laufende Konkretisierung der Planungen einbringen.

Nach der Entscheidung zum hochbaulichen Entwurf und für eine Investorengemein-schaft haben die Bauvorbereitungen auf dem Gelände und im Umfeld begonnen.

Damit kann ein erster Teil der ersten Ausbaustufe wie vorgesehen zur Internatio-nalen Fachmesse Internorga im März 2005 genutzt werden. Bis zum Jahr 2008 werden Ausbau und Modernisierung abgeschlossen sein.

Die vorbereitenden Bauarbeiten werden mit der Fertigstellung des Messe-Logistik-tunnels Ende 2004 und der Verlagerung der Lagerstraße termingerecht abge-schlossen sein. Der Logistiktunnel verbindet ab Frühjahr 2005 altes und neues Messegelände und entlastet deutlich das Straßenumfeld vom an - und abfahrenden LKW-Verkehr. Die Lagerstraße wird um das neue Messegelände herum geführt und rund 200 Meter weiter südlich als bislang auf die Karolinenstraße stoßen. Der Kreuzungsbereich unterhalb des Fernsehturms wird mit den drei verbleibenden Straßen an alter Stelle wieder eingerichtet.

Um Sie über die Planungen im Detail informieren zu können, laden wir Sie herzlich zur öffentlichen Informationsveranstaltung am Dienstag, den 06. April 2004 um 19.00 Uhr, ein.

Die Themen:

  • Informationen zum Stand der Planungen
  • Weiterführung der kommunikativen Begleitung

Zu Gast sind u.a.:

  • Oberbaudirektor Prof. Jörn Walter, Behörde für Bau und Verkehr
  • Senatsdirektor Franz J. Klein, Wirtschaftsbehörde
  • Dietmar Aulich und Horst Diercks, Hamburg Messe und Congress GmbH
  • Moderation: Markus Birzer, Politik- und Unternehmensberatung, Berlin


    Vertrag über die Neue Messe mit Investor unterzeichnet

    Hamburg Messe beginnt planmäßig mit dem Bau der neuen Messehallen
    Bedeutender Schritt zur Sicherung des Messestandorts Hamburg

    Hamburg, 17. Februar 2004

    Nach Unterzeichnung des Vertrags mit der Bietergemeinschaft MOLITA (CommerzLeasing und Immobilien AG, STRABAG Projektentwicklung GmbH, Aug.Prien Bauunternehmung GmbH & Co.) als Investor für das Bauvorhaben Neue Messe, können jetzt die Bauarbeiten für die neuen Messehallen beginnen. "Wie geplant starten wir mit dem Hallenbau im Frühjahr 2004", erklärt Dietmar Aulich, Geschäftsführer der Hamburg Messe und Congress GmbH (HMC), "und können so unseren Zeitplan zur Umsetzung des Entwurfs des Düsseldorfer Architekten Christoph Ingenhoven einhalten. Damit kann die erste Ausbaustufe wie vorgesehen zur internationalen Fachmesse INTERNORGA im März 2005 genutzt werden. Bis zum Jahr 2008 werden Ausbau und Modernisierung abgeschlossen sein. Dem Messe- und Wirtschaftsstandort Hamburg steht dann eines der modernsten Messegelände der Welt mit einer Fläche von 84 000 Quadratmetern zur Verfügung. Mit der Neuen Messe sichern wir langfristig die Wettbewerbsfähigkeit der Hamburg Messe in einem hart umkämpften Markt."

    Die vorbereitenden Baumaßnahmen werden mit der Fertigstellung des Messe-Logistiktunnels Ende 2004 und der Verlagerung der Lagerstraße termingerecht abgeschlossen sein. Der Logistiktunnel verbindet ab Frühjahr 2005 altes und neues Messegelände und entlastet deutlich das Straßenumfeld vom an- und abfahrenden LKW-Verkehr. Die Lagerstraße wird um das neue Messegelände herum geführt und rund 200 Meter weiter südlich als bislang auf die Karolinenstraße stoßen. Der Kreuzungsbereich unterhalb des Fernsehturms wird mit den drei verbleibenden Straßen an alter Stelle wieder eingerichtet.

    Nach Fertigstellung des ersten Bauabschnitts mit einer Halle im Frühjahr 2005, entstehen auf dem neuen Gelände bis 2006 drei weitere Hallen. Der dritte Bauabschnitt umfasst den Neubau von drei Hallen auf dem heutigen Messegelände bis Ende 2008.

    Das Gesamtinvestitionsvolumen für das Projekt beträgt 330 Millionen Euro. Davon trägt die Stadt Hamburg 22 Millionen Euro u.a. für Verkehrsinfrastrukturmaßnahmen. Rund 50 Millionen Euro entfielen auf Grundstückskäufe. Weitere rund 50 Millionen Euro wurden für den Fleischgroßmarkt und sonstige vorbereitende Baumaßnahmen aufgewendet. Das Volumen für die nun beginnenden Bauten auf dem Messegelände beträgt rund 200 Millionen Euro. Der Bau der Neuen Messe ist damit eines der größten aktuellen Hamburger Bauprojekte.

    Pressestelle der Hamburg Messe und Congress GmbH
    Angelika Schennen, Tel.: 040 3569 2440
    e-mail:
    angelika.schennen@hamburg-messe.de


    Die Hamburg Messe informiert über vorbereitende Baumaßnahmen zur Infrastruktur:

    Beginn der ersten Baumaßnahmen in Form eines Logistiktunnels wird voraussichtlich im Herbst
    diesen Jahres sein. Schon jetzt werden bereits zahlreiche vorbereitende Maßnahmen getroffen, um dafür Sorge zu tragen, dass während der Kern-Bauzeit keine Verkehrsbeeinträchtigungen entstehen werden.

    Aktuell werden erste Vorbereitungen für den Bau des Logistiktunnels, der der internen Messeverbindung dienen wird, eingeleitet. Er wird - so die Planung - ab 2005 dem an- und abgfahrenden LKW-Verkehr im Rahmen des Messebetriebes zur Verfügung stehen und deutlich verbesserte Bedingungen bieten, insbesondere zu einer Entlastung des “Übertage-Verkehrs” im Karolinenviertel führen.
    Der Tunneleingang wird im Messebereich vor der Kreuzung Rentzelstraße/ Lagerstraße/ Karolinenstraße/ St. Petersburger Straße liegen. Kurzfristig kann es hier zu Behinderungen kommen, wobei sicher gestellt wird, dass die vierspurige Verkehrsführung durchgängig aufrechterhalten bleibt und so Vorsorge getroffen ist, dass es während der eigentlichen Bauzeit nicht zu Störungen kommt.

    Zeitplan:

    Phase 1: Start der vorbereitenden Maßnahmen
     - Freitag, 08.08. (08.00 Uhr) - Montag, 11.08. (05.00 Uhr): Sperrung Karolinenstraße wegen  
       Trassenverlegung der HEW (wird notwendig, da eine 110-Kilo-Volt-Trasse verlegt werden muss)
     - Einrichtung einer ersten Behelfsbrücke (tritt ebenerdig an die Stelle der bis dato vorhandenen
       Straßenführung, Richtung Karolinenstraße -> Rentzelstraße), um den Verkehr weiterfließen zu lassen
     - Parallel dazu Verlagerung des Verkehrs für 14 Tage (bis 23.08., Fertigstellung der ersten
       Behelfsbrücke) vorbei am Brückenbau
     - Verlagerung des Verkehrs am WE 23./24.08. zur Vorbereitung der zweiten Behelfsbrücke (tritt an die
       Stelle der Straßenführung Rentzelstraße Richtung Karolinenstraße)
     - Ab 25.08. (bis 19.09.) Errichtung der zweiten Behelfsbrücke zur Komplettierung der unterstützenden
       Verkehrsmaßnahmen
     - 20/21.09. finale Verlagerung der Verkehrs über die fertiggestellten Brücken -> uneingeschränkt
       vierspurig + Radwege + Fußwege

    Phase 2: Baubeginn des Logistiktunnels
     - ab 20./21.09. läuft die Verkehrsführung ähnlich einem Kreisverkehr im Bereich St. Petersburger
       Straße/ Karolinenstraße
     - Diese Verkehrsführung wird bis Fertigstellung des Logistiktunnels Ende 2004 beibehalten und
       beeinträchtigt den Verkehr nicht, d.h. die Verkehrsführung wird komplett vierspurig fortgesetzt. Dazu
       bleiben Fahrradweg und Fußgängerweg bestehen.

    Phase 3: Logistiktunnel ist fertiggestellt (Ende 2004)
     - Verkehr wird wieder in den ursprünglichen Bahnen laufen
     - Lagerstraße wird in einer letzten Neupositionierung südlich auf die Karolinenstraße einmünden


    Entscheidung im hochbaulichen Realisierungswettbewerb:

    Entscheidung zur Gestaltung der Messe: "Weiße Messe" für Hamburg

    (bbv, 10.04.03) Am 11.10.2002 wurde durch die Hamburg Messe und Congress GmbH - HMC - in Vertretung des Investors und im Einvernehmen mit der FHH, Behörde für Bau und Verkehr, ein hochbaulicher Realisierungswettbewerb mit städtebaulichem und freiraumplanerischem Ideenanteil zur Gestaltung der Messe ausgelobt.

    Nachdem das Preisgericht erstmalig am 07.02.2003 tagte und zwei zweite Preise vergab, die weiter zu überarbeiten waren, hat das Preisgericht nunmehr am 08.04.2003 erneut getagt.

    Das Preisgericht empfiehlt dem Auslober, den Entwurf des Düsseldorfer Architekten Christoph Ingenhoven zu realisieren. Den zweiten Platz belegte der Entwurf des Architekten Hadi Teherani, Hamburg.

    Der Ingenhofen - Entwurf sieht einen weltoffenen Messeplatz mit hohem Wiedererkennungswert vor. Leichtigkeit der Konstruktion, Transparenz und eine helle freundliche Farbgebung prägen die Architektur. Ein Messeboulevard verknüpft den neuen und den alten Messestandort zu einer Einheit und dient als lebendiges Schaufenster zur Stadt. Raumkanten werden durch großzügige Flächen für Baumanpflanzungen, Geh- und Radwege neu gefasst, um die Aufenthaltsqualität zu erhöhen.

    Das Erscheinungsbild der neuen Stadtmesse wird auf den Einsatz leichter, heller und luftiger Materialien ausgelegt, weiße Aluminiumtafeln der Außenwandverkleidung finden ihre Entsprechung in den hellen Flächen oberhalb der naturbelassenen Holzgitterschalen der Hallendächer. Um die Option einer Olympia-Nutzung auf dem Messegelände zu ermöglichen, ist eine Anpassung der Tragkonstruktion der Hallen gegeben.

    Zwischen dem Investor, der HMC und dem Architekten werden jetzt Gespräche geführt werden, um den favorisierten Entwurf dem gegebenen Finanzrahmen anzupassen.

    Dann kann in drei Bauphasen, beginnend noch in diesem Jahr, eine Messe realisiert werden, welche die Chance eröffnet, sich im internationalen Vergleich selbstbewusst zu behaupten.

    Die Fertigstellung der ersten Bauphase soll rechtzeitig zur INTERNORGA 2005 erfolgen.

    [Pressemeldung des Hamburger Senats vom 10.04.03]


    Weitere Informationen zum Wettbewerb:

    (Diese Materialien wurden freundlicherweise vom betreuenden Büro “BPW” zur Verfügung gestellt.)


    zuletzt aktualisiert am 01.02.2008 durch webmaster